TOPF läuft 2022

Starke Leistung!

Vom 01.04.2022 bis zum 21.05.2022 haben wir Kilometer durch Joggen oder Fahrrad fahren in einer App gesammelt.
Insgesamt kamen 2.348,911 km zusammen – mit diesen Kilometern spenden wir 700€ an die Organisation Ankerplatz in Husum.

Was ist Ankerplatz ?

  Flucht und Migration sind heute mehr denn je Themen, die uns alle beschäftigen und angehen.
Der Krieg in der Ukraine hat aktuell viele Menschen in die Flucht gezwungen, teilweise mit schwerwiegenden seelischen Folgen.
Das Kinderschutz-Zentrum Westküste des Diakonischen Werks Husum begleitet Kinder, Jugendliche und ihre Familien und Bezugspersonen nach Flucht und Trauma bereits seit 2018.
Das Beratungsangebot heißt „Ankerplatz“ und ist stark nachgefragt.


Allein im Jahr 2021 wurden Menschen aus 18 verschiedenen Ländern beraten, darunter insbesondere aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran, der Türkei und Somalia.
In diesem Jahr werden viele ukrainische Klient*innen dazu kommen. Wenn es nicht möglich ist, in deutscher Sprache zu beraten, dann werden Sprachmittler hinzu gezogen, die das Gespräch übersetzen.
Kinder- und Jugendliche äußern häufig durch verschiedene Formen von Auffälligkeiten ihre Not, so dass auf diese Weise sichtbar wird, dass eine Traumatisierung vorliegt.
Menschen aus dem Umfeld, wie z.B. Eltern, Erzieher*innen im Kindergarten, Lehrer*innen oder Schulsozialarbeiter*innen suchen nach Hilfe, um die Kinder- und Jugendlichen mit einem passgenauen Angebot gut unterstützen zu können– „Ankerplatz“ ist dann ein geeigneter Anlaufpunkt.


Die Vernetzung und Kommunikation mit den Fachkräften, die mit den Kindern- und Jugendlichen nach Flucht und Trauma zu tun haben, ist ein wichtiger Arbeitsinhalt für die Kolleginnen des Angebots „Ankerplatz“.
Dadurch werden Hilfen passgenauer und Ressourcen können optimiert werden. Im Kinderschutz-Zentrum wird mit den Kindern, Jugendlichen und Familien traumasensibel  gearbeitet – d.h. mit Blick auf den Umgang mit Stress auslösenden Situationen und der Suche nach sicheren Orten.


Ein weiterer Aspekt ist die psychoedukative Arbeit mit den Kindern- und Jugendlichen, die ihnen erklärbar macht, was mit ihnen in Stresssituationen geschieht und wie sie mit dem Erlebten umgehen können.
Außerdem wird beim Kinderschutz-Zentrum nicht nur mit dem Instrument der Sprache gearbeitet, sondern auch mit spieltherapeutischen und kunsttherapeutischen Mitteln.
Hier entstehen tolle spielerische Ausdrucksformen und beeindruckende Bilder, sowie andere kreative Kunstwerke. Neben den Einzelgesprächen gibt es auch die Arbeit in einer Gruppe, so dass mehrerer Kinder mit ähnlichen Erfahrungen zusammen gefasst werden und an Themen arbeiten die auf alle zutreffen und für alle wichtig sind, wie z.B. das Leben weit weg von ihrem Heimatland.

Aktuell wird eine weitere Fachkraft für die hinzu kommenden ukrainischen Kinder- und Jugendlichen für das Kinderschutz-Zentrum eingestellt, so dass die Kolleginnen Verstärkung bekommen.